Rente versteuern 2026 Wie viel Steuern zahle ich auf meine Rente?
Berechne, wie viel deiner gesetzlichen Rente tatsächlich steuerpflichtig ist: mit dem Rentenfreibetrag, der seit deinem Rentenbeginn eingefroren ist, der Einkommensteuer 2026 und der Antwort, ob du eine Steuererklärung abgeben musst.
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Kurze Antwort: Wie viel deiner Rente steuerpflichtig ist, hängt vom Jahr des Rentenbeginns ab: 84 % bei Rentenbeginn 2026, 84,5 % ab 2027, dann jedes Jahr 0,5 Punkte mehr bis 100 % im Jahr 2058 (§ 22 EStG). Der steuerfreie Rest wird im Jahr nach Rentenbeginn in Euro festgeschrieben und gilt lebenslang — jede spätere Rentenerhöhung ist deshalb voll steuerpflichtig.
Wer 2015 mit heute 1.500 € Rente begonnen hat, versteuert nicht 70 %, sondern 78,5 %. Einkommensteuer fällt 2026 erst an, wenn nach Abzügen mehr als der Grundfreibetrag von 12.348 € übrig bleibt: bei Rentenbeginn 2015 ab rund 1.607 € Monatsrente, bei Rentenbeginn 2026 ab rund 1.484 € (nur gesetzliche Rente, gesetzlich versichert).
Stand 23. Oktober 2026.
Wie viel von meiner Rente ist steuerpflichtig?
Mehr als der Tabellenwert: Bei Rentenbeginn 2015 und 1.500 € Rente sind es 2026 78,5 % statt 70 %.
Steuerpflichtig 2026
78,5 %
Rentenfreibetrag / Jahr
3.788 €
Steuer 2026 / Monat
0,00 €
Netto / Monat
1.319 €
Rentenbeginn 2015: laut Tabelle 70,0 % steuerpflichtig. Dein steuerfreier Teil wurde 2016 auf 3.788 € im Jahr festgeschrieben — von heute 17.634 € Jahresrente sind deshalb 78,5 % steuerpflichtig (13.845 €). Nach Werbungskosten, Kranken- und Pflegeversicherung bleiben 11.529 € zu versteuern — unter dem Grundfreibetrag, also keine Einkommensteuer 2026. Eine Steuererklärung musst du trotzdem abgeben: Der Gesamtbetrag der Einkünfte (13.743 €) liegt über 12.348 € (§ 56 EStDV).
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Netto / Monat
1.319 €
Steuerpflichtig
78,5 %
Steuer / Monat
0,00 €
Freibetrag / Jahr
3.788 €
Geschrieben von Felix, Richifys KI-CFO — ein KI-Autor, transparent als solcher gekennzeichnet · unsere redaktionellen Standards
Zuletzt geprüft am 23. Oktober 2026 von der Richify-KI-Redaktion.
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Steuerpflichtig ist der Besteuerungsanteil deines Rentenbeginns (§ 22 Nr. 1 S. 3 a aa EStG). Der Unterschied zum Jahresbetrag der Rente ist der steuerfreie Teil; er wird aus dem Jahresbetrag des Jahres nach dem Rentenbeginn berechnet und gilt dann für die ganze Laufzeit (Satz 5). Regelmäßige Rentenanpassungen ändern ihn nicht (Satz 7), andere Veränderungen passen ihn im selben Verhältnis an (Satz 6). Der Rechner rechnet deine heutige Rente mit den amtlichen Rentenwerten (Ost oder West bis Juni 2023, seitdem einheitlich) auf das Jahr nach deinem Rentenbeginn zurück. Weil Zuschläge den Freibetrag nach Satz 6 anteilig mitnehmen, ergibt diese Rückrechnung auch bei Mütter- oder Grundrente den richtigen Wert. Vom steuerpflichtigen Teil gehen 102 € Werbungskosten-Pauschbetrag, die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung (KVdR: halber allgemeiner Beitrag und halber Ø-Zusatzbeitrag, voller Pflegebeitrag) und 36 € Sonderausgaben-Pauschbetrag ab; darauf der Tarif 2026 (Grundfreibetrag 12.348 €) und der Solidaritätszuschlag.
Quellen: § 22 EStG und § 56 EStDV (gesetze-im-internet.de), Deutsche Rentenversicherung „Aktueller Rentenwert“ (rvRecht, Stand 29.04.2026), § 32a EStG 2026 — gelesen am 23. Oktober 2026. Vereinfacht: gleichbleibende Rentenpunkte seit Rentenbeginn, gesetzliche Krankenversicherung, keine Kirchensteuer, kein Altersentlastungsbetrag für weitere Einkünfte, Rentenbeginn 2026 als volles Jahr. Für Betriebsrenten, Riester- und private Renten gelten andere Regeln. Maßgeblich ist dein Steuerbescheid. Keine Steuerberatung.
Ab welcher Rente muss ich Steuern zahlen? Tabelle 2026
| Rentenbeginn | laut Tabelle | tatsächlich 2026 | steuerfrei bis |
|---|---|---|---|
| bis 2005 | 50,0 % | 68,6 % | 1.888 € / Monat |
| 2010 | 60,0 % | 73,8 % | 1.730 € / Monat |
| 2015 | 70,0 % | 78,5 % | 1.606 € / Monat |
| 2020 | 80,0 % | 83,6 % | 1.491 € / Monat |
| 2023 | 82,5 % | 83,8 % | 1.486 € / Monat |
| 2024 | 83,0 % | 83,7 % | 1.490 € / Monat |
| 2025 | 83,5 % | 83,5 % | 1.493 € / Monat |
| 2026 | 84,0 % | 84,0 % | 1.483 € / Monat |
„Tatsächlich 2026“: Anteil der Jahresrente 2026, der nach dem eingefrorenen Freibetrag steuerpflichtig ist (Rentenwert West). „Steuerfrei bis“: höchste gesetzliche Bruttorente ohne Einkommensteuer 2026 — allein veranlagt, keine weiteren Einkünfte, gesetzlich kranken- und pflegeversichert mit Kindern.
Wie viel Steuern zahle ich auf meine Rente? Beispiele
| Rente / Monat | Beginn 2015 | Beginn 2020 | Beginn 2026 |
|---|---|---|---|
| 1.000 € | 0 € | 0 € | 0 € |
| 1.250 € | 0 € | 0 € | 0 € |
| 1.500 € | 0 € | 10 € | 20 € |
| 1.750 € | 169 € | 346 € | 362 € |
| 2.000 € | 515 € | 762 € | 784 € |
| 2.500 € | 1.400 € | 1.769 € | 1.799 € |
| 3.000 € | 2.379 € | 2.846 € | 2.885 € |
Einkommensteuer und Soli im Jahr 2026, allein veranlagt, nur gesetzliche Rente, KVdR mit Ø-Zusatzbeitrag, ohne Kirchensteuer. Verheiratete mit Zusammenveranlagung zahlen bei gleicher Rente und Partner ohne Einkünfte deutlich weniger — im Rechner einstellen.
Besteuerungsanteil der Rente: Tabelle bis 2058
Seit 2023 steigt der Besteuerungsanteil nur noch um 0,5 Punkte pro Jahr (vorher 1 Punkt): 2027 84,5 % · 2028 85,0 % · 2030 86,0 % · 2035 88,5 % · 2040 91,0 % · 2050 96,0 % · 2058 100,0 %. Wer ab 2058 in Rente geht, versteuert die gesamte gesetzliche Rente. Der Anteil gilt für das Jahr des Rentenbeginns und bleibt dann gleich — was sich jedes Jahr ändert, ist nur der Euro-Betrag, der durch Rentenerhöhungen dazukommt.
Warum jede Rentenerhöhung voll versteuert wird
Beispiel: Rentenbeginn 2010, heute 1.500 € Rente (West). Im Jahr 2011 waren 40 % der damaligen Jahresrente steuerfrei — 4.629 €. Dieser Betrag ist eingefroren, während die Jahresrente bis 2026 auf 17.634 € gestiegen ist. Steuerpflichtig sind deshalb heute 73,8 % statt 60 %. Jede künftige Rentenerhöhung kommt zu 100 % dazu, bis in die Steuerpflicht.
Was die gesamte Rente brutto und netto ergibt, zeigt der Rentenrechner. Wer nach der Regelaltersgrenze weiterarbeitet, hat mit dem Aktivrente-Rechner bis zu 2.000 € Lohn im Monat steuerfrei — ohne dass die Rente höher besteuert wird. Für Beamte gilt statt § 22 der Versorgungsfreibetrag; das rechnet der Pensionsrechner.
So nutzt du diesen Rechner
- Deine heutige gesetzliche Bruttorente im Monat eintragen (Betrag seit 1. Juli 2026).
- Das Jahr des Rentenbeginns wählen und angeben, ob du vor Juli 2023 eine Rente nach Ost-Rentenwert bezogen hast.
- Weitere Einkünfte im Jahr eintragen und, falls verheiratet, Zusammenveranlagung und die Einkünfte des Partners.
- Tatsächlich steuerpflichtigen Anteil, Rentenfreibetrag, Steuer 2026 und die Erklärungspflicht ablesen.
❓ Häufige Fragen
Wie viel Prozent meiner Rente muss ich versteuern?
Laut Gesetz den Besteuerungsanteil deines Rentenbeginns: 50 % bis 2005, 70 % für 2015, 80 % für 2020, 83,5 % für 2025, 84 % für 2026, ab 2027 jedes Jahr 0,5 Punkte mehr. Tatsächlich ist es heute mehr, weil der steuerfreie Teil in Euro eingefroren ist und alle Rentenerhöhungen seitdem voll zählen: Bei Rentenbeginn 2010 sind 2026 rund 73,8 % der Rente steuerpflichtig statt 60 %.
Ab welcher Rente muss ich Steuern zahlen?
Wenn die gesetzliche Rente deine einzige Einkunft ist und du gesetzlich krankenversichert bist, fällt 2026 Einkommensteuer an ab etwa 1.484 € brutto im Monat bei Rentenbeginn 2026, 1.607 € bei Rentenbeginn 2015 und 1.889 € bei Rentenbeginn bis 2005. Darunter bleibt das zu versteuernde Einkommen unter dem Grundfreibetrag von 12.348 €.
Mieten, Kapitalerträge über dem Sparerpauschbetrag oder eine Betriebsrente senken die Grenze.
Muss ich als Rentner eine Steuererklärung abgeben?
Ja, wenn der Gesamtbetrag deiner Einkünfte über dem Grundfreibetrag liegt (§ 56 EStDV) — 12.348 € im Jahr 2026, bei Zusammenveranlagung das Doppelte. Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge werden dabei noch nicht abgezogen.
Deshalb musst du oft eine Erklärung abgeben, obwohl am Ende keine Steuer herauskommt: Bei 1.500 € Rente und Rentenbeginn 2015 liegt der Gesamtbetrag der Einkünfte bei 13.743 €, die Steuer aber bei 0 €.
Warum muss ich jede Rentenerhöhung voll versteuern?
Weil der steuerfreie Teil der Rente nach § 22 EStG im Jahr nach dem Rentenbeginn als fester Eurobetrag berechnet wird und für die gesamte Laufzeit gilt. Regelmäßige Rentenanpassungen führen ausdrücklich nicht zu einer Neuberechnung.
Jeder Euro mehr Rente landet also in voller Höhe im steuerpflichtigen Teil — darum rutschen jedes Jahr Rentner in die Steuerpflicht, die vorher keine Steuer gezahlt haben.
Wie wirkt sich die Mütterrente auf den Rentenfreibetrag aus?
Das Gesetz unterscheidet zwei Fälle: Regelmäßige Rentenanpassungen lassen den Freibetrag unverändert. Jede andere Veränderung des Jahresbetrags passt ihn im selben Verhältnis an (§ 22 Nr. 1 S. 3 a aa S. 6 EStG).
Ein Zuschlag, der keine Rentenanpassung ist, erhöht also auch den steuerfreien Teil anteilig. Ein BMF-Schreiben, das den Zuschlag der Mütterrente III ab 2027 ausdrücklich einordnet, haben wir bis Oktober 2026 nicht gefunden.
Maßgeblich ist dein Steuerbescheid.
Wo finde ich meinen Rentenfreibetrag?
Das Finanzamt ermittelt ihn selbst: Die Rentenversicherung meldet ihm jedes Jahr deinen Rentenbetrag (Rentenbezugsmitteilung). Steht der steuerfreie Teil in deinem Steuerbescheid oder in deiner Steuersoftware, trägst du ihn im Rechner ein — er ersetzt dann die Schätzung aus der Rentenwert-Entwicklung.
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