Schenkungsteuer-Rechner Freibeträge und die 10-Jahres-Regel
Berechne die Schenkungsteuer nach Verwandtschaft — mit Zusammenrechnung früherer Schenkungen (§ 14 ErbStG), Übernahme der Steuer durch den Schenker und einem Planer, der zeigt, wie viel du über mehrere Schenker und 10-Jahres-Schritte steuerfrei übertragen kannst.
Ganze Antwort lesen — Methode, Sätze und Zahlen
Kurze Antwort: Schenkungsteuer fällt erst über dem Freibetrag an, und der gilt je Schenker und je Beschenktem alle 10 Jahre neu: 500.000 € für Ehegatten, 400.000 € je Kind, 200.000 € je Enkel, aber nur 20.000 € für Eltern, Geschwister, Lebensgefährten und alle anderen (§§ 15, 16 ErbStG). Darüber gelten 7 bis 30 % in Steuerklasse I, 15 bis 43 % in Klasse II und 30 oder 50 % in Klasse III (§ 19).
Schenken Vater und Mutter einem Kind 1,5 Millionen €, kostet das auf einmal von einem Elternteil 209.000 €, von beiden je zur Hälfte 105.000 € und verteilt auf zwei Schritte im Abstand von mehr als 10 Jahren 0 €. Quellen: ErbStG, Stand 9.
Oktober 2026.
Wie viel Schenkungsteuer muss ich zahlen?
Freibetrag nach Verwandtschaft abziehen, Schenkungen der letzten 10 Jahre hinzurechnen, dann 7 bis 50 % auf den Rest.
Schenkungsteuer
11.000 €
Freibetrag übrig
0 €
Steuerpflichtig
100.000 €
Steuerklasse 1 · Satz
11 %
Schenkung 500.000 €. Freibetrag 400.000 € → steuerpflichtig 100.000 €, 11 % in Steuerklasse 1: 11.000 € Schenkungsteuer. Beim Beschenkten kommen 489.000 € an.
Behalte deine Schenkungen im Blick
Die 10-Jahres-Frist läuft taggenau. Leg Schenkungen neben Depot, Konten und Immobilie — dann siehst du, wann der Freibetrag wieder frei ist und was dir selbst bleibt.
Steuer
11.000 €
Freibetrag übrig
0 €
Planer: wie verteile ich eine große Schenkung?
Gesamtbetrag an ein Kind — jede Teilschenkung von einer anderen Person oder im Abstand von mehr als 10 Jahren nutzt den Freibetrag neu.
| Aufteilung | Je Schenkung | Steuer gesamt |
|---|---|---|
| Alles auf einmal, von einer Person | 1.500.000 € | 209.000 € |
| Beide Eltern je zur Hälfte | 750.000 € | 105.000 € |
| Eine Person, in 2 Schritten (> 10 Jahre) | 750.000 € | 105.000 € |
| Beide Eltern, in 2 Schritten (> 10 Jahre) | 375.000 € | 0 € |
| Beide Eltern, in 3 Schritten (> 20 Jahre) | 250.000 € | 0 € |
Annahme: keine weiteren Schenkungen derselben Personen innerhalb der jeweiligen 10 Jahre, und der Erbfall liegt mehr als 10 Jahre nach der letzten Schenkung — sonst wird zusammengerechnet.
Geschrieben von Felix, Richifys KI-CFO — ein KI-Autor, transparent als solcher gekennzeichnet · unsere redaktionellen Standards
Zuletzt geprüft am 9. Oktober 2026 von der Richify-KI-Redaktion.
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Vom Wert der Schenkung bleibt ein Familienheim, das ein Ehegatte dem anderen schenkt, steuerfrei; zu Wohnzwecken vermietete Immobilien zählen mit 90 %. Schenkungen derselben Person aus den letzten 10 Jahren werden hinzugerechnet und die Steuer abgezogen, die nach heutigem Recht auf sie entfallen wäre — mindestens bleibt die Steuer auf die neue Schenkung allein, höchstens 50 % von ihr. Nach dem Freibetrag wird auf volle 100 € abgerundet und der Satz nach § 19 ErbStG angewendet, mit Härteausgleich knapp über einer Wertgrenze. Übernimmt der Schenker die Steuer, wird sie einmal auf den Erwerb aufgeschlagen (§ 10 Abs. 2).
Der Planer verteilt den Gesamtbetrag gleichmäßig auf die gewählte Zahl von Schenkern und Schritten; jede Teilschenkung nutzt den vollen Freibetrag, weil § 14 nur Erwerbe von derselben Person innerhalb von 10 Jahren zusammenrechnet. Quellen: ErbStG §§ 10, 13, 13d, 14, 15, 16, 19, 20, 30 und GrEStG § 3 auf gesetze-im-internet.de, im Volltext gelesen am 9. Oktober 2026. Vereinfacht: Werte wie eingegeben (das Finanzamt bewertet Immobilien nach dem Bewertungsgesetz), frühere Schenkungen nach heutigem Recht, keine Verschonung von Betriebsvermögen, Wohnsitz in Deutschland. Keine Steuerberatung.
Schenkungsteuer-Freibeträge 2026: Tabelle nach Verwandtschaft
Steuer auf eine einzelne Geldschenkung, ohne frühere Schenkungen derselben Person. Eltern und Großeltern sind bei Schenkungen in Steuerklasse II.
| Schenkung | Ehegatte | Kind | Enkel | Eltern | Geschwister | Andere |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Freibetrag | 500.000 € | 400.000 € | 200.000 € | 20.000 € | 20.000 € | 20.000 € |
| 50.000 € | 0 € | 0 € | 0 € | 4.500 € | 4.500 € | 9.000 € |
| 100.000 € | 0 € | 0 € | 0 € | 13.750 € | 13.750 € | 24.000 € |
| 250.000 € | 0 € | 0 € | 3.500 € | 46.000 € | 46.000 € | 69.000 € |
| 500.000 € | 0 € | 11.000 € | 33.000 € | 120.000 € | 120.000 € | 144.000 € |
| 1.000.000 € | 75.000 € | 90.000 € | 152.000 € | 294.000 € | 294.000 € | 294.000 € |
Geschwister = auch Nichten, Neffen, Schwiegerkinder, Stiefeltern (Klasse II). Andere = Lebensgefährten, Freunde (Klasse III). Ein Enkel, dessen Elternteil verstorben ist, hat 400.000 € wie ein Kind.
Schenkung an Kinder: wie viel steuerfrei — und wie oft?
Der Freibetrag hängt an drei Dingen: wer schenkt, wer beschenkt wird und wann. Jeder Elternteil hat je Kind 400.000 €, und zwar alle 10 Jahre neu. Ein Paar mit zwei Kindern kann also 1.600.000 € steuerfrei übertragen, wenn beide aus ihrem eigenen Vermögen schenken — und nach mehr als 10 Jahren noch einmal so viel. Wer 1,5 Millionen € auf einmal von einem Elternteil an ein Kind gibt, zahlt 209.000 €; aufgeteilt auf beide Eltern 105.000 €; auf beide Eltern und zwei Schritte 0 €.
Wichtig: Schenkt ein Elternteil Geld, das wirtschaftlich dem anderen gehört, sieht das Finanzamt eine Schenkung des anderen — der Trick funktioniert nur mit eigenem Vermögen (Gemeinschaftskonto: je die Hälfte). Bei einer Immobilie lohnt fast immer ein vorbehaltener Nießbrauch: Sein Kapitalwert wird von der Schenkung abgezogen — durchgerechnet im Nießbrauch-Rechner, für selbst bewohnte Häuser im Wohnrecht-Rechner. Steuerlich hilft der Nießbrauch — beim Pflichtteil der Geschwister dagegen läuft die 10-Jahres-Frist dann gar nicht an: Pflichtteil-Rechner.
Schenken oder vererben: was ist günstiger?
Die Freibeträge sind bei Schenkung und Erbe gleich hoch — mit drei Unterschieden. Beim Erbe gibt es zusätzlich 15.000 € Erbfallkostenpauschale, für Ehegatten und junge Kinder den Versorgungsfreibetrag und für Eltern Steuerklasse I mit 100.000 € Freibetrag statt 20.000 €. Dafür lässt sich nur mit Schenkungen der Freibetrag mehrfach nutzen: Jede Schenkung, die mehr als 10 Jahre vor dem Erbfall liegt, fällt aus der Rechnung heraus. Wie viel Steuer das Erbe selbst kostet — mit steuerfreiem Elternhaus bei Einzug — zeigt der Erbschaftsteuer-Rechner; für Ehepaare mit gegenseitiger Erbeinsetzung der Berliner-Testament-Rechner.
Grunderwerbsteuer fällt bei einer geschenkten Immobilie nicht an (§ 3 Nr. 2 GrEStG) — anders als bei einem Verkauf an Geschwister oder Dritte, wo je nach Land 3,5 bis 6,5 % anfallen (Grunderwerbsteuer-Rechner).
So nutzt du diesen Rechner
- Wählen, wer beschenkt wird — davon hängen Steuerklasse und Freibetrag ab.
- Den Wert der Schenkung eintragen, bei Immobilien den Grundbesitzwert; vermietete Wohnimmobilien und ein Familienheim an den Ehegatten gesondert angeben.
- Schenkungen derselben Person in den letzten 10 Jahren eintragen und angeben, ob der Schenker die Steuer übernimmt.
- Schenkungsteuer, verbleibenden Freibetrag und im Planer die günstigste Aufteilung über mehrere Schenker und 10-Jahres-Schritte ablesen.
❓ Häufige Fragen
Wie viel darf ich meinem Kind steuerfrei schenken?
400.000 € je Elternteil und Kind innerhalb von 10 Jahren (§ 16 Abs. 1 Nr. 2 ErbStG). Beide Eltern zusammen also 800.000 €, wenn jeder aus seinem eigenen Vermögen schenkt — und nach mehr als 10 Jahren steht der Freibetrag erneut zur Verfügung.
Großeltern können jedem Enkel je 200.000 € schenken, 400.000 €, wenn der Elternteil des Enkels verstorben ist.
Wie funktioniert die 10-Jahres-Regel bei Schenkungen?
Alle Schenkungen derselben Person an denselben Empfänger innerhalb von 10 Jahren werden zusammengerechnet (§ 14 ErbStG), der Freibetrag gilt für die Summe nur einmal. Beispiel: Ein Kind bekam vor 5 Jahren 300.000 € und jetzt 200.000 € — zusammen 500.000 €, 100.000 € über dem Freibetrag, also 11.000 € Steuer auf die zweite Schenkung.
Liegt die erste Schenkung mehr als 10 Jahre zurück, bleiben beide steuerfrei. Die Frist läuft taggenau.
Auch ein späteres Erbe wird mit Schenkungen der letzten 10 Jahre zusammengerechnet.
Wer zahlt die Schenkungsteuer — Schenker oder Beschenkter?
Beide schulden sie (§ 20 Abs. 1 ErbStG); das Finanzamt fordert sie in der Regel vom Beschenkten. Übernimmt der Schenker die Steuer, gilt das als zusätzliche Schenkung: Die Steuer wird einmal auf den Erwerb aufgeschlagen (§ 10 Abs. 2). Bei 600.000 € an ein Kind steigt die Steuer dadurch von 22.000 € auf 24.420 € — dafür kommen die 600.000 € ungekürzt an.
Muss ich eine Schenkung beim Finanzamt melden?
Ja, jede Schenkung, auch unter dem Freibetrag: binnen drei Monaten schriftlich an das für die Erbschaftsteuer zuständige Finanzamt, vom Beschenkten und auch vom Schenker (§ 30 Abs. 1 und 2 ErbStG). Nur eine notariell beurkundete Schenkung muss nicht extra angezeigt werden — der Notar meldet sie.
Die Anzeige ist zugleich der Beleg, wann die 10-Jahres-Frist begonnen hat.
Ist eine Schenkung an die Eltern steuerfrei?
Nur bis 20.000 €. Eltern und Großeltern sind bei Schenkungen in Steuerklasse II (§ 15 Abs. 1 ErbStG) — in Klasse I mit 100.000 € Freibetrag sind sie nur beim Erbe.
Schenkt ein Kind seinen Eltern 100.000 €, kostet das 13.750 €. Laufende Unterstützung für den Lebensunterhalt kann dagegen steuerfrei sein (§ 13 Abs. 1 Nr. 12 ErbStG).
Muss ich für eine geschenkte Immobilie Grunderwerbsteuer zahlen?
Nein, Grundstücksschenkungen sind von der Grunderwerbsteuer befreit (§ 3 Nr. 2 GrEStG). Schenkungsteuer fällt auf den Grundbesitzwert nach dem Bewertungsgesetz an, vermietete Wohnungen zählen mit 90 % (§ 13d ErbStG).
Behalten sich die Eltern ein Nießbrauchs- oder Wohnrecht vor, wird dessen Kapitalwert abgezogen; das Familienheim kann ein Ehegatte dem anderen zu Lebzeiten ganz steuerfrei schenken (§ 13 Abs. 1 Nr. 4a).
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