Altersvorsorgedepot-Rechner Wie viel Zulage bekommst du ab 2027?
Berechne Grundzulage, Kinderzulage und Steuervorteil des neuen Altersvorsorgedepots, was es bis zur Rente bringt und ob es sich gegenüber einem normalen ETF-Sparplan lohnt — nach dem Altersvorsorgereformgesetz (BGBl. 2026 I Nr. 156), gültig ab 1. Januar 2027.
Ganze Antwort lesen — Methode, Sätze und Zahlen
Kurze Antwort: Ab 1. Januar 2027 fördert der Staat das Altersvorsorgedepot mit 50 % auf die ersten 360 € Eigenbeitrag im Jahr und 25 % auf den Teil bis 1.800 € — höchstens 540 € Grundzulage, dazu bis zu 300 € je Kind und einmalig 200 € unter 25 (§§ 84, 85 EStG in der Fassung des Altersvorsorgereformgesetzes, BGBl. 2026 I Nr. 156).
Wer 150 € im Monat einzahlt und 45.000 € zu versteuern hat, bekommt 540 € Zulage und über die Günstigerprüfung weitere 232 € vom Finanzamt — der Staat trägt 43 % des Beitrags. Über 32 Jahre bei 6 % Rendite und 0,5 % Kosten wächst das Depot auf rund 204.106 €, nach 25 % Steuer im Alter 25.459 € mehr als ein normales ETF-Depot mit demselben Nettoaufwand. Mit einem Kind reichen 25 € im Monat für 450 € Zulage.
Stand 2. Oktober 2026.
Wie viel Zulage bekommst du im Altersvorsorgedepot?
Ab 2027: bis 540 € Grundzulage (erreicht bei 150 € im Monat), bis 300 € je Kind, dazu der Steuervorteil.
Zulage / Jahr
540 €
+ Steuervorteil
232 €
Staat zahlt
43 %
Depot mit 67
204.106 €
Du zahlst 1.800 € im Jahr ein. Der Staat legt 540 € Grundzulage ins Depot, und weil der Sonderausgabenabzug von 2.340 € dir 772 € Steuern spart, erstattet das Finanzamt zusätzlich 232 €. In 32 Jahren wächst das Depot auf 204.106 € (davon 17.280 € Zulagen). Das ergibt bis 85 rund 945 € im Monat, nach 25 % Steuer 709 €.
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Förderung / Jahr
772 €
Depot mit 67
204.106 €
Altersvorsorgedepot oder normales ETF-Depot?
Gleicher Nettoaufwand (50.176 € über 32 Jahre): Das Altersvorsorgedepot bringt nach 25 % Steuer im Alter 153.079 €, ein normales ETF-Depot (0,2 % Kosten) nach Abgeltungsteuer 127.620 €. Vorsprung Altersvorsorgedepot: 25.459 €. Dafür bleibt das normale Depot jederzeit verfügbar; das Altersvorsorgedepot erst ab 65.
Geschrieben von Felix, Richifys KI-CFO — ein KI-Autor, transparent als solcher gekennzeichnet · unsere redaktionellen Standards
Zuletzt geprüft am 2. Oktober 2026 von der Richify-KI-Redaktion.
Reviewed by Felix, Richify's AI CFO — an AI author, presented as one.
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Die Grundzulage rechnet der Rechner nach § 84 EStG n. F. (50 % bis 360 €, 25 % bis 1.800 €), die Kinderzulage nach § 85 (je Kind 100 % des Beitrags, höchstens 300 €). Die Günstigerprüfung (§ 10a Abs. 2 EStG) vergleicht die Zulage mit der Steuerersparnis aus dem Sonderausgabenabzug von Beitrag plus Zulage; ist die Ersparnis höher, erstattet das Finanzamt die Differenz. Das Depot wächst mit deinem Beitrag und der Zulage zu deiner Rendite abzüglich der Kosten; die Monatsrente ist ein gleichmäßiger Auszahlungsplan bis 85 ohne weitere Rendite.
Vergleich: Ins normale ETF-Depot fließt jedes Jahr, was dich das Altersvorsorgedepot netto kostet (Beitrag minus Steuererstattung), bei 0,2 % Kosten; am Ende wird der Gewinn mit Abgeltungsteuer und Soli nach 30 % Teilfreistellung besteuert. Das Altersvorsorgedepot wird im Alter mit deinem Steuersatz voll besteuert (§ 22 Nr. 5 EStG). Quellen: BGBl. 2026 I Nr. 156 (Art. 2 und 6), § 10a EStG, Stand 2. Oktober 2026. Vereinfacht: Einkommensteuertarif 2026 (der Tarif 2027 ist noch nicht beschlossen), Einzelveranlagung, gleiches Einkommen in jedem Jahr, ohne Kirchensteuer, Sparerpauschbetrag und Vorabpauschale; gefördert werden nur die ersten 1.800 € im Jahr.
Wie viel Zulage gibt es für welchen Monatsbeitrag?
| Beitrag / Monat | Grundzulage / Jahr | mit 1 Kind | Zulage je € Beitrag |
|---|---|---|---|
| 10 € | 60 € | 180 € | 50 % |
| 30 € | 180 € | 480 € | 50 % |
| 50 € | 240 € | 540 € | 40 % |
| 75 € | 315 € | 615 € | 35 % |
| 100 € | 390 € | 690 € | 33 % |
| 150 € | 540 € | 840 € | 30 % |
Ohne den Steuervorteil aus der Günstigerprüfung und ohne den einmaligen Bonus unter 25. Mindesteigenbeitrag 120 € im Jahr; einzahlen darfst du bis 6.840 € im Jahr, gefördert werden 1.800 €.
Altersvorsorgedepot vs. Riester: Was ändert sich 2027?
| Riester (bis 2026) | Altersvorsorgedepot (ab 2027) | |
|---|---|---|
| Grundzulage | 175 € pauschal | 50 % / 25 %, bis 540 € |
| Kinderzulage | 185 € (vor 2008 geboren) bzw. 300 € | 100 % des Beitrags, bis 300 € je Kind |
| Volle Zulage ab | 4 % des Vorjahreseinkommens | 150 € im Monat (Mindestbeitrag 10 €) |
| Sonderausgaben | bis 2.100 € inkl. Zulage | bis 1.800 € plus Zulage |
| Garantie | 100 % der Beiträge | keine (Garantieprodukt wählbar) |
| Anlage | meist Versicherung / Fondssparplan | ETFs, Fonds bis Risikoklasse 5, Staatsanleihen |
| Auszahlung ab | 62 (Verträge seit 2012) | 65 (spätestens 70) |
| Auszahlplan | mit Leibrente ab 85 | bis mindestens 85, keine Rentenpflicht |
Riester: §§ 10a, 84–86 EStG in der bis 31.12.2026 geltenden Fassung. Neu: BGBl. 2026 I Nr. 156.
Für wen lohnt sich das Altersvorsorgedepot am meisten?
Für Eltern und kleine Beiträge. Die ersten 30 € im Monat werden mit 50 % gefördert, und die Kinderzulage gibt je Kind 100 % des Beitrags bis 300 € — wer mit einem Kind 25 € im Monat einzahlt, bekommt 450 € Zulage auf 300 € Eigenbeitrag. Bei hohem Einkommen trägt dagegen vor allem der Steuervorteil: Wer 90.000 € zu versteuern hat, bekommt bei 150 € im Monat 1.100 € im Jahr zurück.
Neu ist auch der Kreis der Berechtigten: Neben gesetzlich Rentenversicherten und Beamten sind ab 2027 Selbständige unter 67, die eine Steuererklärung abgeben, und Pflichtmitglieder berufsständischer Versorgungswerke förderberechtigt (§ 10a Abs. 1 Satz 5 EStG n. F.). Die Frühstart-Rente für Kinder ist dagegen bisher nur ein Gesetzentwurf und nicht beschlossen.
Wie viel gesetzliche Rente du zu erwarten hast, zeigt der Rentenrechner; wie lange ein Depot im Ruhestand reicht, der Entnahme-Rechner. Wer früher aufhören will, als das Altersvorsorgedepot auszahlt (ab 65), plant die Lücke mit dem FIRE-Rechner; wer neben der Rente weiterarbeitet, mit dem Aktivrente-Rechner.
So nutzt du diesen Rechner
- Deinen geplanten Eigenbeitrag im Monat eintragen (gefördert werden bis 150 €).
- Kinder mit Kindergeld und die Jahre, für die es noch Kinderzulage gibt, angeben.
- Alter, Rentenbeginn und dein zu versteuerndes Einkommen eintragen.
- Zulage, Steuervorteil, Förderquote und das Depot zum Rentenbeginn ablesen — und mit einem normalen ETF-Depot vergleichen.
❓ Häufige Fragen
Wie hoch ist die Zulage beim Altersvorsorgedepot?
Die Grundzulage beträgt 50 % der ersten 360 € Eigenbeitrag im Jahr und 25 % des Teils von 360,01 € bis 1.800 € — also höchstens 540 €, erreicht bei 150 € im Monat. Für jedes Kind mit Kindergeld kommt eine Kinderzulage von 100 % deines Beitrags dazu, höchstens 300 € je Kind.
Wer zu Beginn des Jahres noch nicht 25 ist, erhält einmalig 200 € extra (§§ 84, 85 EStG n. F., ab 1.
Januar 2027).
Wie viel muss ich mindestens einzahlen?
120 € im Jahr, also 10 € im Monat (§ 86 EStG n. F.).
Die alte Riester-Regel, nach der du 4 % deines Vorjahreseinkommens einzahlen musstest, um die volle Zulage zu bekommen, fällt für neue Verträge weg. Bei 10 € im Monat gibt es schon 60 € Grundzulage — 50 % auf jeden Euro.
Lohnt sich das Altersvorsorgedepot gegenüber einem normalen ETF-Sparplan?
Meist ja, solange du im Alter weniger Steuern zahlst als heute. Die Auszahlungen sind voll steuerpflichtig (§ 22 Nr. 5 EStG), dafür wächst das Depot mit Zulage und ohne laufende Abgeltungsteuer.
Im Beispiel (150 € im Monat, 45.000 € zu versteuern, 32 Jahre, 6 % Rendite) liegt das Altersvorsorgedepot nach 25 % Steuer im Alter bei 153.079 €, ein normales Depot mit demselben Nettoaufwand nach Abgeltungsteuer bei 127.620 €. Der Nachteil: Du kommst vor 65 nicht an das Geld, ohne die Förderung zurückzuzahlen.
Ab wann kann ich mir das Geld auszahlen lassen?
Frühestens mit 65 (oder früher, wenn du vorher eine gesetzliche Altersrente beziehst), spätestens ab 70. Ausgezahlt wird als lebenslange Rente oder als Auszahlungsplan, der mindestens bis 85 läuft; bis zu 30 % des Kapitals kannst du zu Beginn auf einmal entnehmen (§ 1 Abs. 1 AltZertG n.
F.).
Was passiert mit meinem alten Riester-Vertrag?
Er läuft nach altem Recht weiter (§ 52 Abs. 50a EStG n. F.).
Aber Vorsicht: Schließt du nach dem 31. Dezember 2026 einen neuen geförderten Vertrag ab, gilt das neue Recht für alle deine Verträge — auch für den alten Riester.
Du kannst das Kapital auch auf ein Altersvorsorgedepot übertragen lassen. Für Verträge nach neuem Recht darf der Anbieter dafür in den ersten fünf Jahren nach Abschluss höchstens 150 € verlangen, danach ist der Wechsel kostenfrei; was für deinen Altvertrag gilt, steht in seinen Vertragsbedingungen.
Ab 2027 werden außerdem höchstens zwei neue Verträge gefördert.
Gibt es eine Kostengrenze und eine Garantie?
Eine Beitragsgarantie gibt es im Altersvorsorgedepot nicht — es investiert in Fonds und ETFs bis Risikoklasse 5 und in Staatsanleihen. Für das Standarddepot, das jeder Anbieter elektronisch anbieten muss, sind die Effektivkosten auf 1,0 % im Jahr begrenzt (§ 2a AltZertG n.
F.); für andere Depot-Verträge gilt diese Grenze nicht, dort lohnt der Kostenvergleich. Wer eine Garantie will, kann stattdessen ein Garantieprodukt mit 80 % oder 100 % Mindestkapital wählen.
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