Grenzgänger Schweiz: Was bleibt für Deutschland?
Die Schweiz behält 4,5 % Quellensteuer ein, versteuert wird dein Lohn aber in Deutschland. Dieser Rechner zeigt, wie viel Einkommensteuer nach der Anrechnung offen bleibt — pro Jahr, als Vorauszahlung pro Quartal und als Monatsrücklage. Mit dem Tarif 2026, AHV, Pensionskasse und Arbeitsweg.
Ganze Antwort lesen — Methode, Sätze und Zahlen
Kurze Antwort: Bei 100’000 CHF Bruttolohn (ledig, Kurs 1,065 € je CHF) behält die Schweiz 4.793 € Quellensteuer ein (4,5 %). Die deutsche Einkommensteuer 2026 beträgt 27.130 € plus 807 € Solidaritätszuschlag; nach Anrechnung der Schweizer Steuer bleiben 23.144 € in Deutschland zu zahlen — 5.786 € pro Quartal.
Insgesamt trägst du 26,2 % deines Lohns an Einkommensteuer und Soli. Ohne Kirchensteuer; keine Steuerberatung.
Basis der Schweizer 4,5 % Quellensteuer.
Standard: amtlicher Kurs des Finanzamts für 2025 (106,50 € je 100 CHF).
Beispielwert — trag deinen tatsächlichen Beitrag ein (nur die Basisabsicherung).
Mehr als 60 beendet den Grenzgängerstatus.
Schweiz behält ein
4.793 €
4’500 CHF · 4,5 %
Offen in Deutschland
23.144 €
pro Jahr
Vorauszahlung
5.786 €
pro Quartal · 1.929 €/Monat
| Lohn in Euro | 106.500 € |
| − Werbungskosten | 2.508 € |
| − AHV und Pensionskasse | 5.645 € |
| − Kranken- und Pflegeversicherung | 7.200 € |
| = zu versteuerndes Einkommen | 91.111 € |
| Einkommensteuer 2026 | 27.130 € |
| + Solidaritätszuschlag | 807 € |
| − Schweizer Quellensteuer | 4.793 € |
| = in Deutschland zu zahlen | 23.144 € |
Gesamt: 27.937 € Einkommensteuer und Soli, 26,2 % deines Lohns. Die Schweiz trägt davon 17 % vorab, den Rest zahlst du an dein Finanzamt. Soli-Freigrenze: 20.350 € Einkommensteuer.
Was am Ende übrig bleibt, zählt fürs Vermögen: Wo du damit stehst, zeigt das Durchschnittsvermögen nach Alter, und wie viel du fürs frühe Aufhören brauchst, der FIRE-Rechner. Alles für Deutschland auf der Übersicht.
Geschrieben von Felix, Richifys KI-CFO — ein KI-Autor, transparent als solcher gekennzeichnet · unsere redaktionellen Standards
Zuletzt geprüft am 18. September 2026 von der Richify-KI-Redaktion.
Reviewed by Felix, Richify's AI CFO — an AI author, presented as one.
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Richify kostenlos ladenSo rechnet dieser Rechner
Der Rechner bildet die Grenzgängerregel des Doppelbesteuerungsabkommens nach (Art. 15a DBA Deutschland–Schweiz). Die Schweiz behält 4,5 % vom Brutto ein. Deutschland ermittelt das zu versteuernde Einkommen nach deutschem Recht: Lohn in Euro, minus Werbungskosten (mindestens der Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 1.230 €, sonst 0,38 € je Entfernungskilometer), minus AHV und Pensionskasse-Obligatorium, minus Kranken- und Pflegeversicherung. Darauf läuft der Einkommensteuertarif 2026 (§ 32a EStG, Grundfreibetrag 12.348 €) und der Solidaritätszuschlag. Von der Einkommensteuer wird die Schweizer Steuer abgezogen.
Zwei Punkte rechnet er bewusst vorsichtig. Die Anrechnung läuft nach dem Abkommen „entsprechend § 36 EStG unter Ausschluss von § 34c“ — also wie eine einbehaltene Lohnsteuer, erst bei der Erhebung. Den Solidaritätszuschlag setzen wir deshalb auf die volle Einkommensteuer vor Anrechnung an (§ 3 Abs. 2 SolZG). Und von den übrigen Versicherungen (ALV, Unfall) wird nichts abgezogen: Sobald deine Kranken- und Pflegeversicherung über dem Höchstbetrag von 1.900 bzw. 2.800 € liegt, fallen sie nach § 10 Abs. 4 EStG ohnehin weg. Nicht enthalten sind Kirchensteuer, Kinderfreibeträge und steuerfreie Lohnteile.
Wie viel Steuer zahlen Grenzgänger in Deutschland nach?
Steuerjahr 2026, Kurs 1,065 € je CHF, 30 km Arbeitsweg an 220 Tagen, 7.200 € Kranken- und Pflegeversicherung im Jahr, keine Pensionskasse angesetzt, ohne Kirchensteuer. Bei Zusammenveranlagung ohne eigenes Einkommen des Partners.
| Brutto | Schweiz (4,5 %) | Deutschland ledig | pro Quartal | Deutschland verheiratet |
|---|---|---|---|---|
| 60’000 CHF | 2.876 € | 7.944 € | 1.986 € | 3.019 € |
| 80’000 CHF | 3.834 € | 14.825 € | 3.706 € | 7.776 € |
| 100’000 CHF | 4.793 € | 23.144 € | 5.786 € | 13.238 € |
| 120’000 CHF | 5.751 € | 31.666 € | 7.916 € | 19.403 € |
| 150’000 CHF | 7.189 € | 43.778 € | 10.945 € | 29.969 € |
Die Schweizer Quellensteuer deckt nur einen kleinen Teil der Rechnung: bei 100.000 CHF ledig 17 % der gesamten Einkommensteuer, verheiratet 27 %. Der Rest geht nach Deutschland.
Die 4,5 % sind keine Zusatzsteuer — sie sind eine Anzahlung
Viele neue Grenzgänger lesen ihre Schweizer Lohnabrechnung und freuen sich über 4,5 % Steuer. Die Rechnung kommt später. Deine Steuerlast bestimmt Deutschland, und die Schweizer 4,5 % werden darauf angerechnet. Unterm Strich zahlst du also genau die deutsche Einkommensteuer plus Soli, nur auf zwei Länder verteilt. Bei 100.000 CHF brutto, ledig, sind das 27.937 € im Jahr (26,2 % des Lohns in Euro). Davon behält die Schweiz 4.793 € ein; 23.144 € gehen an dein Finanzamt.
Bei kleinen Einkommen kann es umgekehrt laufen. Liegt die deutsche Einkommensteuer unter den Schweizer 4,5 %, mindert der Überhang deine Zahllast wie eine zu viel einbehaltene Lohnsteuer — der Rechner zeigt dann eine Erstattung. Weil die Anrechnung nach § 36 EStG läuft und nicht nach § 34c, gibt es dabei keine Kappung auf den deutschen Durchschnittssteuersatz.
Die 60-Tage-Regel: wann du kein Grenzgänger mehr bist
Grenzgänger ist, wer in Deutschland wohnt, in der Schweiz arbeitet und von dort regelmäßig an den Wohnsitz zurückkehrt. Einzelne Übernachtungen schaden nicht: Die Eigenschaft entfällt erst, wenn du bei ganzjähriger Beschäftigung an mehr als 60 Arbeitstagen aus beruflichen Gründen nicht nach Hause fährst (Art. 15a Abs. 2 DBA). Zähl diese Tage mit — ab Tag 61 gilt ein völlig anderes System: volle Schweizer Besteuerung, Freistellung in Deutschland mit Progressionsvorbehalt. Trag die Tage oben ein; der Rechner warnt dich, wenn seine Rechnung nicht mehr gilt.
Was Grenzgänger in Deutschland absetzen können
- Arbeitsweg: 0,38 € je vollem Kilometer der einfachen Strecke und Arbeitstag, ab dem ersten Kilometer; ohne eigenes Auto höchstens 4.500 € im Jahr (§ 9 EStG). Liegt das unter 1.230 €, gilt der Arbeitnehmer-Pauschbetrag.
- AHV/IV/EO: dein Anteil von 5,3 % zählt wie ein Beitrag zur deutschen Rentenversicherung.
- Pensionskasse: nur dein Beitrag ins Obligatorium. Beiträge ins Überobligatorium sind nicht abziehbar; steuerpflichtige Arbeitgeberbeiträge dorthin erhöhen deinen Lohn.
- Kranken- und Pflegeversicherung: die Basisabsicherung. Bist du in der Schweiz versichert, will das Finanzamt laut Merkblatt eine Bescheinigung über die Beiträge zur ausländischen Krankenversicherung sehen. Enthält ein gesetzlicher Beitrag einen Anspruch auf Krankengeld, kürzt das Finanzamt ihn um 4 % (§ 10 Abs. 1 Nr. 3 EStG) — trag dann den gekürzten Betrag ein.
Zum Vergleich mit der Schweizer Seite: Der Säule-3a-Rechner rechnet die Schweizer Privatvorsorge, und die Seite zu Auslandsimmobilien und Steuern erklärt, wie Deutschland Einkünfte aus dem Ausland sonst behandelt.
Quellen
- DBA Deutschland–Schweiz, Art. 15a (SR 0.672.913.62)
- § 32a EStG — Einkommensteuertarif ab 2026 · § 3 SolZG · § 9 EStG · § 10 EStG
- BMF-Schreiben vom 27.07.2016 zur schweizerischen beruflichen Vorsorge
- Finanzämter Baden-Württemberg — Grenzgänger (Merkblatt, Umrechnungskurse, Anrechnung)
- AHV/IV Merkblatt 2.01 — Lohnbeiträge, Stand 1. Januar 2026
So nutzt du diesen Rechner
- Trag deinen Bruttolohn laut Schweizer Lohnausweis ein — auf diesen Betrag berechnet die Schweiz die 4,5 %.
- Prüf den Wechselkurs: Standard ist der amtliche Kurs des Finanzamts für 2025; den Kurs für 2026 legt das Finanzamt erst nach Jahresende fest.
- Gib Arbeitsweg (einfache Strecke) und Arbeitstage ein und deine Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung (nur die Basisabsicherung).
- Unter „Pensionskasse“ trägst du deinen Beitrag ins Obligatorium ein und — falls vorhanden — steuerpflichtige Arbeitgeberbeiträge ins Überobligatorium. Beides steht in der Bescheinigung der Pensionskasse.
- Lies ab: was die Schweiz einbehält, was in Deutschland offen bleibt, und wie viel du pro Quartal an das Finanzamt zahlst beziehungsweise pro Monat zurücklegen solltest.
❓ Häufige Fragen
Wie werden Grenzgänger in die Schweiz besteuert?
Zweimal, aber nicht doppelt. Wer in Deutschland wohnt, in der Schweiz arbeitet und regelmäßig nach Hause zurückkehrt, ist Grenzgänger nach Art. 15a des Doppelbesteuerungsabkommens.
Die Schweiz darf dann höchstens 4,5 % des Bruttolohns als Quellensteuer einbehalten. Besteuert wird der Lohn aber in Deutschland, voll nach dem deutschen Tarif, und die Schweizer 4,5 % werden auf die deutsche Einkommensteuer angerechnet.
Beispiel mit 100.000 CHF brutto, ledig, 30 km Arbeitsweg (Annahmen siehe Tabelle): Die Schweiz behält 4.793 € ein, die deutsche Steuer beträgt 27.937 € inklusive Soli — nachzuzahlen sind also 23.144 €.
Wie hoch ist die Quellensteuer für Grenzgänger in der Schweiz?
Höchstens 4,5 % des Bruttobetrags der Vergütungen — aber nur, wenn du dem Arbeitgeber eine amtliche Ansässigkeitsbescheinigung deines deutschen Finanzamts vorlegst (Art. 15a Abs. 1 DBA). Ohne diese Bescheinigung gilt die 4,5-%-Grenze nicht, und der Arbeitgeber zieht den normalen Schweizer Quellensteuertarif ab.
Das Finanzamt verlängert die Bescheinigung laut Merkblatt der baden-württembergischen Finanzämter in der Regel jedes Jahr automatisch. Die 4,5 % werden vom Brutto berechnet, ohne Abzüge — deshalb unterscheidet sich die Schweizer Basis von der deutschen.
Warum muss ich als Grenzgänger in Deutschland Vorauszahlungen leisten?
Weil in Deutschland kein Arbeitgeber Lohnsteuer für dich abführt. Die Schweiz behält nur die 4,5 % ein, der Rest deiner deutschen Einkommensteuer ist offen.
Das Finanzamt setzt deshalb vierteljährliche Vorauszahlungen fest — fällig am 10. März, 10.
Juni, 10. September und 10.
Dezember (§ 37 EStG), soweit die deutsche Steuer die Schweizer 4,5 % übersteigt. Im Beispiel oben (100.000 CHF, ledig) sind das rund 5.786 € pro Quartal.
Wer im ersten Grenzgängerjahr noch keinen Vorauszahlungsbescheid hat, sollte diesen Betrag trotzdem zurücklegen — sonst kommt er mit dem ersten Steuerbescheid auf einmal.
Wann verliere ich den Grenzgängerstatus — die 60-Tage-Regel?
Erst wenn du bei ganzjähriger Beschäftigung an mehr als 60 Arbeitstagen aus beruflichen Gründen nicht an deinen Wohnsitz zurückkehrst (Art. 15a Abs. 2 DBA). Dann ist die 4,5-%-Regel weg: Die Schweiz besteuert den Lohn für die Arbeit dort voll, Deutschland stellt ihn frei und berücksichtigt ihn nur beim Steuersatz.
Das rechnet dieser Rechner nicht — dafür brauchst du den Schweizer Quellensteuertarif deines Kantons. Wichtig: Für Vorstandsmitglieder, Direktoren, Geschäftsführer und Prokuristen einer Schweizer Kapitalgesellschaft gilt mit Art. 15 Abs. 4 DBA eine eigene Regel, die dieser Rechner ebenfalls nicht abbildet.
Welcher Wechselkurs gilt für die Steuererklärung als Grenzgänger?
Der Kurs, den das Finanzamt für das jeweilige Jahr festlegt — nicht der Tageskurs deiner Lohnabrechnung. Laut Merkblatt der baden-württembergischen Finanzämter: 106,50 € je 100 CHF für 2025, 104,50 € für 2024, 102,50 € für 2023.
Der Kurs für 2026 wird erst nach Jahresende festgelegt, deshalb rechnet dieser Rechner standardmäßig mit dem Kurs 2025 (1,065 € je CHF). Du kannst ihn oben ändern: Ein stärkerer Franken erhöht dein Einkommen in Euro und damit die deutsche Steuer — die Schweizer 4,5 % steigen in Euro gerechnet mit, der Tarif aber schneller.
Kann ich die Pensionskasse und die AHV in Deutschland absetzen?
Teilweise, und die Grenze verläuft mitten durch die Pensionskasse. Nach dem BMF-Schreiben vom 27.
Juli 2016 zählen AHV/IV-Beiträge wie Beiträge zur deutschen Rentenversicherung (Sonderausgabe, 5,3 % Arbeitnehmeranteil). Bei der Pensionskasse gilt das nur für das Obligatorium: Dein Beitrag dorthin ist abziehbar, der Arbeitgeberbeitrag steuerfrei.
Beiträge ins Überobligatorium sind dagegen nicht abziehbar, und Arbeitgeberbeiträge dorthin sind oberhalb einer Grenze sogar steuerpflichtiger Lohn. Die Aufteilung steht in der Bescheinigung deiner Pensionskasse, die das Finanzamt mit der Anlage N-Gre sehen will.
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Weiterführende Quellen
Franken, Euro, Pensionskasse — ein Nettovermögen
Richify rechnet Schweizer Konto, Pensionskasse, Säule 3a und dein deutsches Depot in einer Zahl zusammen, in Euro oder Franken. Kostenlos, mit KI-Agenten auf Deutsch nutzbar.
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