Wie lange reicht
dein Depot?
Der Entnahme-Rechner simuliert deinen Entnahmeplan Monat für Monat: Wie lange trägt dein Kapital bei der gewünschten Entnahme — und wie viel könntest du dauerhaft entnehmen, ohne die Substanz anzugreifen? Mit 4-%-Regel, Inflation und deutschen Steuern eingeordnet.
Ganze Antwort lesen — Methode, Sätze und Zahlen
Kurze Antwort: Bei 500.000 € Startkapital und 2.000 € Entnahme pro Monat (jährlich um 2,0 % Inflation erhöht, 5,0 % Rendite) reicht das Kapital rund 32 Jahre und 7 Monate — bis etwa zum Alter von 92. Deine Entnahmerate beträgt 4,80 % pro Jahr; dauerhaft tragbar wären bei dieser Rendite 1.225 € pro Monat.
Keine Anlageberatung.
Kapital reicht
32 Jahre
Deine Entnahmerate
4,80 %
Dauerhaft entnehmbar
1.225 €/Mon.
Das Kapital trägt bis etwa zum Alter von 92. Zum Vergleich: Die 4-%-Regel würde bei deinem Kapital 1.667 € pro Monat erlauben, die vorsichtigere 3,5-%-Variante 1.458 € — und dauerhaft tragbar sind 1.225 €. Deine Rate liegt über der 4-%-Regel; plane einen Cash-Puffer oder eine flexible Entnahme ein.
Vor der Entnahmephase kommt die Ansparphase: der FIRE-Rechner (wann ist genug genug?), der Coast-FIRE-Rechner und der Barista-FIRE-Rechner.
Geschrieben von Felix, Richifys KI-CFO — ein KI-Autor, transparent als solcher gekennzeichnet · unsere redaktionellen Standards
Zuletzt geprüft am 1. September 2026 von der Richify-KI-Redaktion.
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Richify kostenlos ladenSo rechnet dieser Rechner
Der Rechner simuliert deinen Entnahmeplan Monat für Monat: Das Kapital wächst mit deiner erwarteten Rendite, die Entnahme wird jedes Jahr um die Inflation erhöht, und gezählt wird, wann nichts mehr da ist. Parallel zeigt er die dauerhaft entnehmbare Summe — das ist die reale Rendite (Rendite minus Inflation) auf dein Kapital. Wer nur so viel entnimmt, greift die Substanz in heutiger Kaufkraft nie an.
Zwei ehrliche Einschränkungen. Die Simulation rechnet mit einer konstanten Durchschnittsrendite, echte Börsenjahre schwanken — ein schlechtes erstes Jahrzehnt trifft einen Entnahmeplan härter als ein schlechtes letztes (Renditereihenfolge-Risiko, siehe FAQ). Und sie rechnet brutto: Die Abgeltungsteuer fällt nur auf den Gewinnanteil deiner Verkäufe an und hängt an deiner Anschaffungshistorie, deshalb simulieren wir sie hier nicht, statt Scheingenauigkeit zu erzeugen.
Wie lange reicht das Geld? Entnahmerate und Reichweite
Gerechnet mit 5 % Rendite und 2 % Inflation. Die Reichweite hängt nur an der Rate, nicht am Betrag — die Monatsbeträge unten beziehen sich beispielhaft auf 1.000.000 € Startkapital.
| Entnahmerate | aus 1 Mio. € / Monat | Kapital reicht |
|---|---|---|
| 3 % | 2.500 € | über 60 Jahre |
| 3,5 % | 2.917 € | über 60 Jahre |
| 4 % | 3.333 € | ≈ 45 Jahre |
| 5 % | 4.167 € | ≈ 30 Jahre |
| 6 % | 5.000 € | ≈ 23 Jahre |
Der entscheidende Sprung liegt zwischen 3,5 % und 4 %: Ein halber Prozentpunkt Entnahmerate trennt hier „trägt über den ganzen Horizont“ von „in gut vier Jahrzehnten aufgebraucht“ — und ab 5 % halbiert sich die Reichweite noch einmal. Genau deshalb rechnet die deutsche FIRE-Community meist mit 3,25–3,5 % statt mit 4 %: nicht aus Pessimismus, sondern weil die Kurve hier kippt.
Entnahmeplan in Deutschland: Steuern, Rente und der Brückenzeitraum
Steuern. Anders als in US-Rechnern ist nicht die Entnahme steuerpflichtig, sondern nur der Gewinnanteil der verkauften Anteile — darauf 26,375 % (Abgeltungsteuer plus Soli, ohne Kirchensteuer), bei thesaurierenden Aktien-ETFs gemildert durch die 30-%-Teilfreistellung, und die ersten 1.000 € Kapitalerträge pro Person und Jahr sind über den Sparer-Pauschbetrag frei. Als Planungsaufschlag reichen meist 10–15 % auf die Bruttoentnahme.
Der Brückenzeitraum. Der deutsche Entnahmeplan hat fast immer zwei Phasen. Zwischen Ausstieg und Rentenbeginn trägt das Depot den vollen Bedarf; ab Rentenbeginn nur noch die Lücke zur gesetzlichen Rente. Wer mit 55 aufhört und mit 67 Rente bekommt, muss also zwölf teure Jahre überstehen und danach ein deutlich kleineres Loch stopfen. Rechne beide Phasen getrennt durch — ein einziger Durchlauf mit dem vollen Bedarf über 35 Jahre lässt jeden Plan schlechter aussehen, als er ist.
So nutzt du diesen Rechner
- Trag dein Startkapital ein — alles, woraus du tatsächlich entnehmen willst (Depot, Cash-Reserve), nicht die selbstgenutzte Immobilie.
- Gib deine gewünschte monatliche Entnahme brutto an. Tipp: Wenn du netto planst, schlag für die Abgeltungsteuer auf dem Gewinnanteil rund 10–15 % auf.
- Wähle die erwartete Rendite (5 % ist die konservative reale Variante, 7 % der nominale MSCI-World-Standardwert) und die Inflation, mit der die Entnahme jedes Jahr steigt.
- Lies ab, wie lange das Kapital trägt — und vergleiche mit dem Wert „dauerhaft entnehmbar“ direkt daneben.
- Erwartest du gesetzliche Rente, rechne die Jahre bis zum Rentenbeginn separat mit dem vollen Bedarf und die Zeit danach nur mit der Lücke.
❓ Häufige Fragen
Wie lange reicht mein Depot bei monatlicher Entnahme?
Das hängt an drei Zahlen: deiner Entnahmerate (Jahresentnahme geteilt durch Depot), der erwarteten Rendite und der Inflation. Aus der Simulation oben, gerechnet mit 5 % Rendite und 2 % Inflation: Eine Entnahmerate von 4 % trägt rund 45 Jahre, 5 % noch gut 30 Jahre, 6 % nur etwa 23 Jahre.
Bei 3,5 % und darunter reicht das Kapital über den gesamten Rechenhorizont von 60 Jahren — die reale Rendite von rund 2,9 % deckt die Entnahme dann fast vollständig. Entscheidend ist nicht der absolute Betrag, sondern die Rate: 2.000 € aus 600.000 € ist ein völlig anderes Risiko als 2.000 € aus 300.000 €.
Was ist die 4-%-Regel und gilt sie in Deutschland?
Die 4-%-Regel stammt aus der amerikanischen Trinity-Studie: Wer im ersten Ruhestandsjahr 4 % des Depots entnimmt und diesen Betrag danach nur noch an die Inflation anpasst, überstand in historischen US-Daten 30 Jahre mit hoher Wahrscheinlichkeit. Zwei deutsche Einschränkungen.
Erstens Steuern: Die Studie rechnet vor Steuern, in Deutschland fallen auf den Gewinnanteil deiner Verkäufe 26,375 % Abgeltungsteuer plus Soli an, oberhalb des Sparer-Pauschbetrags von 1.000 €. Zweitens Zinsniveau und Bewertungen unterscheiden sich vom historischen US-Durchschnitt.
Die deutsche FIRE-Community rechnet deshalb üblicherweise mit 3,25 bis 3,5 % statt 4 % — und wer erst mit 60+ entspart, kann umgekehrt mutiger sein, weil der Horizont kürzer ist als die 30 Jahre der Studie.
Wie viel kann ich entnehmen, ohne das Kapital anzugreifen?
Genau so viel, wie real übrig bleibt: die reale Rendite mal Kapital. Bei 6 % Rendite und 2 % Inflation ist die reale Rendite rund 3,9 % — aus 500.000 € sind das etwa 1.635 € im Monat, dauerhaft und inflationsgeschützt.
Der Rechner zeigt diesen Wert separat als „dauerhaft entnehmbar“ an. Wichtig: Dauerhaft heißt nicht risikofrei.
Die Rechnung unterstellt eine konstante Durchschnittsrendite, während echte Börsenjahre schwanken — ein schlechtes erstes Jahrzehnt trifft einen Entnahmeplan viel härter als ein schlechtes letztes (das sogenannte Renditereihenfolge-Risiko).
Muss ich auf die Entnahme Steuern zahlen?
Nur auf den Gewinnanteil, und das ist der wichtigste Unterschied zu den englischsprachigen Rechnern. Verkaufst du für 2.000 € Anteile, die dich damals 1.200 € gekostet haben, sind 800 € steuerpflichtig — nicht 2.000 €.
Darauf fallen 26,375 % Abgeltungsteuer plus Soli an (ohne Kirchensteuer), und bei thesaurierenden Aktien-ETFs greift zusätzlich die 30-%-Teilfreistellung, sodass effektiv rund 18,5 % auf den Gewinn bleiben. Die ersten 1.000 € Kapitalerträge pro Person und Jahr sind über den Sparer-Pauschbetrag frei (2.000 € bei Zusammenveranlagung).
Praktisch heißt das: Plane deine Bruttoentnahme etwa 10–15 % über deinem Nettobedarf, oder trage in diesem Rechner direkt den Bruttobetrag ein.
Wie berücksichtige ich die gesetzliche Rente im Entnahmeplan?
Als Lücke, nicht als Gesamtbedarf — und das verändert das Ergebnis dramatisch. Wenn du ab 67 monatlich 1.400 € gesetzliche Rente erwartest (siehe deine jährliche Renteninformation) und 2.600 € brauchst, muss dein Depot ab dann nur 1.200 € liefern.
Viele Entnahmepläne haben deshalb zwei Phasen: eine teure Brückenphase zwischen Ausstieg und Rentenbeginn, in der das Depot alles trägt, und danach eine deutlich entspanntere Phase. Rechne die Brückenphase separat durch — trag dafür oben den vollen Bedarf ein und lies ab, ob das Kapital die Jahre bis 67 übersteht — und danach denselben Rechner noch einmal mit der Lücke.
Was ist das Renditereihenfolge-Risiko und was tue ich dagegen?
Bei der Entnahme zählt nicht nur, WIE VIEL Rendite du im Schnitt bekommst, sondern WANN. Wer im ersten Ruhestandsjahr in einen Crash läuft, verkauft Anteile zu niedrigen Kursen und dezimiert die Basis, von der sich das Depot je erholen könnte — bei identischer Durchschnittsrendite kann derselbe Plan deshalb einmal aufgehen und einmal scheitern.
Die drei üblichen Gegenmittel: einen Cash-Puffer von zwei bis drei Jahresentnahmen halten und in schlechten Jahren daraus leben; die Entnahme flexibel gestalten (in einem Minusjahr die Inflationsanpassung aussetzen); oder konservativer starten und die Rate später erhöhen, wenn das Depot getragen hat. Alle drei kosten Rendite und kaufen dafür Planungssicherheit.
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Weiterführende Quellen
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