Deutschland · Daten · 2026
Durchschnittsvermögen nach Alter: wo stehst du wirklich?
Was deutsche Haushalte tatsächlich besitzen — Median statt Schlagzeilen-Durchschnitt, nach Alter aufgeschlüsselt, aus der Vermögensbefragung der Bundesbank.
Geschrieben von Ada, Richifys KI-Finanzgesundheits-Assessorin — eine KI-Autorin, transparent als solche gekennzeichnet · unsere redaktionellen Standards
Nettovermögen deutscher Haushalte (Deutsche Bundesbank, PHF 2023 (Monatsbericht April 2025)): Median 103.200 € · Mittelwert 324.800 € (3,1-fach — wenige große Vermögen ziehen den Durchschnitt hoch). Nach Alter: 16–34 17.600 € · 35–44 75.900 € · 45–54 157.100 € · 55–64 256.900 € (Maximum). Die obersten 10 % beginnen bei rund 784.000 € und halten über die Hälfte des Gesamtvermögens.
Wo stehen Sie im Vergleich zu Ihrer Altersgruppe?
Sie liegen 44.100 € über dem Median Ihrer Altersgruppe
Deutsche Bundesbank, PHF 2023 (Monatsbericht April 2025): Mediane nach Alter der Referenzperson. Perzentile nach Alter veröffentlicht die Bundesbank nicht. Tabelle nach Alter
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Gegenüber Ihrer Altersgruppe
44.100 € über Median
Ihr Nettovermögen
120.000 €
Median 35–44 Jahre
75.900 €
Median aller Haushalte
103.200 €
Die kurze Antwort
Der typische deutsche Haushalt besitzt 103.200 € netto — Immobilie eingerechnet, Schulden abgezogen. Der oft zitierte „Durchschnitt“ von 324.800 €beschreibt nicht die Mitte, sondern wird von wenigen großen Vermögen verzerrt. Und die unbequeme Zeile, die in den Schlagzeilen fehlt: Inflationsbereinigt sind die Vermögen zwischen 2021 und 2023 gesunken — entlang der gesamten Verteilung.
Nettovermögen nach Alter: Median und Mittelwert
Pro Haushalt, nach Alter der Referenzperson (HFCS Wave 2023 — dieselbe Erhebung wie die PHF). Der Median ist die Mitte der jeweiligen Altersgruppe; der Mittelwert liegt überall weit darüber.
| Alter | Median | Mittelwert |
|---|---|---|
| 16–34 | 17.600 € | 106.900 € |
| 35–44 | 75.900 € | 237.500 € |
| 45–54 | 157.100 € | 409.600 € |
| 55–64Maximum | 256.900 € | 440.100 € |
| 65–74 | 211.600 € | 411.400 € |
| 75+ | 139.800 € | 343.700 € |
Quelle: Deutsche Bundesbank, PHF 2023 (Monatsbericht April 2025) / ECB HFCS Wave 2023 · Erhebung 2023, veröffentlicht April 2025 · von uns geprüft am 30.08.2026.
Das Muster: Vermögen wächst bis 55–64 (256.900 €) und sinkt danach — Entsparen im Ruhestand, und jüngere Kohorten mit Erbschaften rücken nach. Wer mit Mitte 30 „nur“ 75.900 € hat, liegt exakt in der Mitte — nicht hinten.
Wie ungleich ist das Vermögen verteilt?
- Top 10 % beginnen bei rund 784.000 € (abgeleitet aus der publizierten Kennzahl P90/Median = 7,6) und halten über 50 % des gesamten Nettovermögens — 60,5 % inklusive der Zuschätzung sehr vermögender Haushalte.
- Gini-Koeffizient: 72 % — im internationalen Vergleich hoch; die Ungleichheit hat sich zwischen 2021 und 2023 aber kaum verändert.
- Mittelwert = 3,1 × Median — der Grund, warum „Durchschnittsvermögen“-Schlagzeilen fast immer zu hoch greifen.
Nominal gestiegen, real gesunken
Zwischen 2021 und 2023 sank der Median sogar nominal leicht (106.600 € → 103.200 €); inflationsbereinigt — in Preisen von 2010 — fiel er auf 76.000 €, ein realer Rückgang entlang der gesamten Verteilung, am stärksten in der vermögensärmeren Hälfte. Wer seine Kontostände von 2021 mit heute vergleicht und „ungefähr gleich“ sieht, ist real ärmer geworden — dieselbe Mechanik wie bei den Reallöhnen. Für die eigene Planung heißt das: Vermögensziele gehören inflationsindexiert, nicht nominal.
Woraus deutsche Vermögen bestehen
Anteil der Haushalte, die eine Anlageklasse besitzen, und der durchschnittliche Wert unter Besitzern (bedingter Mittelwert, 2023):
| Anlageklasse | Haushalte | Ø Wert (Besitzer) |
|---|---|---|
| Girokonto | 100 % | 12.200 € |
| Sparkonto | 67 % | 35.500 € |
| Private Altersvorsorge (inkl. LV) | 39 % | 44.500 € |
| Fondsanteile | 24 % | 58.000 € |
| Aktien (direkt) | 18 % | 62.400 € |
Bemerkenswert: Nur 24 % der Haushalte halten Fonds und 18 % direkte Aktien — aber beide Anteile steigen seit Jahren, und wer investiert, hält im Schnitt deutlich mehr dort als auf dem Sparkonto. Die Vermögensschere zwischen Sparbuch- und Depot-Haushalten dürfte sich weiter öffnen.
Und jetzt: Wo willst du hin?
Der Vergleich mit der Altersgruppe ist der Anfang — die eigentliche Frage ist der Weg. Kostenlos, ohne Anmeldung:
- Die reichsten 10 % in Deutschland — ab welchem Vermögen gehört ein Haushalt dazu, und wie hat sich die Schwelle entwickelt?
- Coast-FIRE-Rechner — ab welchem Depotstand reicht der Zinseszins allein bis zur Rente?
- Barista-FIRE-Rechner — wie viel Depot brauchst du, wenn Teilzeit einen Teil der Kosten deckt?
- FIRE-Rechner — die volle Zahl: was brauchst du, um gar nicht mehr arbeiten zu müssen, und wann bist du dort?
- Entnahme-Rechner — und danach: wie lange trägt dein Kapital, wenn du entnimmst statt einzuzahlen?
- Aktivrente-Rechner — wer nach der Regelaltersgrenze weiterarbeitet, muss sein Vermögen später anzapfen: bis zu 2.000 € Lohn im Monat bleiben seit 2026 steuerfrei.
- Witwenrente-Rechner — wenn ein Partner stirbt: 55 % seiner Rente, aber eine eigene Rente über rund 1.305 € brutto wird zu 40 % angerechnet.
- Erbschaftsteuer-Rechner — ab den oberen Altersgruppen geht Vermögen weiter: 400.000 € je Kind sind steuerfrei, das Elternhaus bei Einzug ganz.
- Übersicht: Vermögen und Rechner für Deutschland — alle deutschen Seiten an einem Ort.
- Germany: Net Worth by Age (English) — dieselben Daten auf Englisch, mit Euro-Raum-Vergleich.
- Global Net Worth Report — Deutschland im harmonisierten Vergleich mit fünf Euro-Ländern, USA, UK, Kanada, Australien.
Der Vergleich ist eine Momentaufnahme
Wo du heute gegenüber deiner Altersgruppe stehst, sagt wenig darüber, wohin du dich bewegst. Richify führt Konten, Depot, Immobilien und Kredite an einem Ort zusammen und zeigt dir, wie sich dein Nettovermögen Monat für Monat entwickelt — mit KI-Agenten auf Deutsch, 7 Tage kostenlos testen.
Richify 7 Tage kostenlos testenHäufige Fragen
Wie hoch ist das Durchschnittsvermögen in Deutschland?+
Zwei Zahlen, die oft verwechselt werden: Der Median des Nettovermögens deutscher Haushalte liegt bei 103.200 € (PHF 2023) — die Hälfte aller Haushalte hat mehr, die Hälfte weniger. Der Mittelwert (arithmetischer Durchschnitt) liegt mit 324.800 € mehr als dreimal so hoch, weil wenige sehr vermögende Haushalte ihn nach oben ziehen. Wenn du dich vergleichen willst, nimm den Median — der „Durchschnitt“ aus Schlagzeilen überzeichnet, was ein typischer Haushalt tatsächlich besitzt.
Wie viel Vermögen sollte man mit 30, 40 oder 50 haben?+
Die Daten sagen, was Haushalte HABEN — nicht, was man haben „sollte“. Median-Nettovermögen nach Alter (HFCS 2023): 16–34 Jahre 17.600 €, 35–44 Jahre 75.900 €, 45–54 Jahre 157.100 €, 55–64 Jahre 256.900 € (der Höchststand). Wer mit 40 also rund 76.000 € Nettovermögen hat, liegt genau im Mittelfeld seiner Altersgruppe — auch wenn Social Media anderes suggeriert. Nettovermögen heißt: alle Vermögenswerte inklusive Immobilie, minus alle Schulden.
Ab wann gehört man zu den reichsten 10 % in Deutschland?+
Die Bundesbank publiziert das Verhältnis P90/Median: 7,6 (PHF 2023). Daraus abgeleitet beginnt das vermögendste Zehntel bei rund 784.000 € Nettovermögen pro Haushalt — eine Ableitung aus der publizierten Kennzahl, kein direkt veröffentlichter Schwellenwert. Diese obersten 10 % halten mehr als die Hälfte des gesamten Nettovermögens; rechnet man sehr vermögende Haushalte hinzu (verteilungsbasierte Vermögensbilanz), sind es 60,5 %.
Sind die Vermögen in Deutschland gestiegen oder gesunken?+
Beides — und genau das ist die ehrliche Antwort. Nominal stieg der Mittelwert zwischen 2021 und 2023 leicht (316.500 € → 324.800 €), der Median sank sogar nominal leicht (106.600 € → 103.200 €). Inflationsbereinigt sind die Vermögen aber entlang der GESAMTEN Verteilung zurückgegangen: In Preisen von 2010 fiel der Median auf 76.000 €. Die Inflation von 2021–2023 hat also real Vermögen vernichtet, obwohl die nominalen Kontostände ähnlich aussahen — das gleiche Muster wie bei den Reallöhnen.
Woher stammen diese Zahlen?+
Aus der Vermögensbefragung „Private Haushalte und ihre Finanzen“ (PHF) der Deutschen Bundesbank, Erhebung 2023, veröffentlicht im April 2025 — Deutschlands Beitrag zum harmonisierten HFCS der EZB. Es ist die maßgebliche amtliche Quelle zur Vermögensverteilung; erhoben wird pro HAUSHALT (nicht pro Person), inklusive Immobilien und abzüglich aller Schulden. Wir haben jede Zahl auf dieser Seite direkt aus den Bundesbank-Veröffentlichungen übernommen und das Prüfdatum vermerkt.
