Sparquote: Der stärkste Hebel auf dem Weg zu FIRE, mit Tabelle von 10 bis 70 %
Die Sparquote ist der Anteil des Nettoeinkommens, der nicht ausgegeben, sondern gespart oder investiert wird. Für den Weg zur finanziellen Unabhängigkeit ist sie die entscheidende Größe, weil sie gleichzeitig die Einzahlungen erhöht und die Ausgaben senkt, von denen die FIRE-Zahl abhängt.
Die doppelte Wirkung: Wer von 3.000 € netto 600 € spart, hat eine Sparquote von 20 % und Ausgaben von 28.800 € im Jahr; wer 1.200 € spart, hat 40 % und nur noch 21.600 € Ausgaben, also eine um ein Viertel kleinere FIRE-Zahl bei doppelter Sparrate. Deshalb verkürzt der Schritt von 20 auf 40 % den Weg um rund 40 %, eine Verdopplung der Rendite dagegen nicht annähernd.
Die Tabelle: Ab null Vermögen, bei 5 % realer Rendite und 3,5 % Entnahmerate, dauert es mit 10 % Sparquote über 50 Jahre, mit 20 % rund 37 Jahre, mit 30 % rund 28 Jahre, mit 40 % rund 22 Jahre, mit 50 % rund 17 Jahre, mit 60 % rund 12 Jahre und mit 70 % rund 9 Jahre. Die Zahlen sind unabhängig vom Einkommen, weil Ausgaben und Sparrate im selben Verhältnis stehen.
Zum Vergleich: Die Sparquote der privaten Haushalte in Deutschland liegt nach Destatis seit Jahren bei rund 10 bis 11 % des verfügbaren Einkommens, mit einem Ausreißer von über 16 % im Corona-Jahr 2020. FIRE-Haushalte liegen typischerweise bei 30 bis 50 %.
Was sie erhöht: Wohnkosten, Auto und Abonnements sind die drei großen Posten; bei Gehaltssprüngen die Sparrate mit anzuheben, statt den Lebensstandard, hält die Quote hoch. Der Sparer-Pauschbetrag und ein ETF-Sparplan mit automatischer Ausführung machen aus dem Vorsatz einen Dauerauftrag.
Miss die Sparquote auf das Nettoeinkommen und zähle Tilgung des Eigenheims dazu, Konsumkredite dagegen nicht. Richify berechnet sie aus deinen tatsächlichen Buchungen und zeigt, wie viele Jahre jede zusätzliche Prozentstelle vom Weg zu FIRE nimmt.

