Schweiz · Daten · ESTV 2022

Vermögen nach Kanton: wo die Schweiz am reichsten ist

Alle 26 Kantone, aus der Originaltabelle der Eidgenössischen Steuerverwaltung. Von CHF 1'509'233 in Nidwalden bis CHF 172'082 im Jura — und weil solche Ranglisten sonst ohne Vorbehalte kursieren, stehen die hier gleich mit dabei.

Geschrieben von Ada, Richifys KI-Finanzgesundheits-Assessorin — eine KI-Autorin, transparent als solche gekennzeichnet · unsere redaktionellen Standards

Kurze Antwort (Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV), Vermögenssteuerstatistik 2022): Das höchste durchschnittliche Reinvermögen je Steuerpflichtigem hat Nidwalden mit CHF 1'509'233, das tiefste Jura mit CHF 172'082 — ein Abstand vom 8,8-Fachen. Nur 12 der 26 Kantone liegen über dem schweizerischen Mittel von CHF 426'538. Alle Werte sind MITTELWERTE, keine Mediane — die ESTV publiziert je Kanton keinen Median, und der Mittelwert wird von wenigen sehr grossen Vermögen gezogen.

Alle 26 Kantone im Vergleich

Anzahl Steuerpflichtige und Reinvermögen je Kanton sind von der ESTV publiziert; die Spalte «Ø je Steuerpflichtigem» rechnen wir daraus aus. Die Summe aller 26 Kantone stimmt bei beiden publizierten Spalten exakt mit dem Schweizer Total überein.

#KantonØ je SteuerpflichtigemSteuerpflichtigeTotal Vermögen
1Nidwalden NWCHF 1'509'23328'96243,7 Mrd.
2Schwyz SZCHF 1'439'130105'373151,6 Mrd.
3Zug ZGCHF 1'173'48479'89693,8 Mrd.
4Appenzell Innerrhoden AICHF 753'63910'5648,0 Mrd.
5Obwalden OWCHF 688'56326'62618,3 Mrd.
6Genf GECHF 586'400333'072195,3 Mrd.
7Basel-Stadt BSCHF 534'788130'44269,8 Mrd.
8Zürich ZHCHF 532'969945'029503,7 Mrd.
9Appenzell Ausserrhoden ARCHF 509'19336'58718,6 Mrd.
10Graubünden GRCHF 470'069182'99986,0 Mrd.
11Luzern LUCHF 444'226256'457113,9 Mrd.
12St. Gallen SGCHF 426'624324'691138,5 Mrd.
13Thurgau TGCHF 409'604175'38271,8 Mrd.
14Uri URCHF 360'16324'1518,7 Mrd.
15Bern BECHF 350'416668'430234,2 Mrd.
16Ticino TICHF 337'815260'74988,1 Mrd.
17Vaud VDCHF 337'139513'974173,3 Mrd.
18Aargau AGCHF 334'820425'127142,3 Mrd.
19Glarus GLCHF 326'09127'5519,0 Mrd.
20Schaffhausen SHCHF 309'93753'62216,6 Mrd.
21Basel-Landschaft BLCHF 276'603183'37350,7 Mrd.
22Wallis VSCHF 224'881302'12567,9 Mrd.
23Neuchâtel NECHF 191'208112'09921,4 Mrd.
24Solothurn SOCHF 190'610174'61633,3 Mrd.
25Fribourg FRCHF 181'795206'35837,5 Mrd.
26Jura JUCHF 172'08249'5728,5 Mrd.
Schweiz insgesamtCHF 426'5385'637'8272 404,7 Mrd.

Grün = über dem schweizerischen Mittel. Quelle: Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV), Vermögenssteuerstatistik 2022, Blatt 1.1 · Steuerjahr 2022 (Stand 31. Dezember 2022), publiziert 20. November 2025 · von uns am 01.09.2026 aus der ESTV-Originaltabelle ausgelesen.

Bevor du diese Rangliste weitererzählst

Drei Vorbehalte, die in den meisten Kantonsvergleichen fehlen — und ohne die die Tabelle mehr suggeriert, als sie hergibt:

  • Es sind Mittelwerte, keine Mediane. Die ESTV publiziert je Kanton nur Totale. In einem kleinen Kanton verschiebt eine Handvoll sehr grosser Vermögen den Schnitt massiv — in Nidwalden teilen sich nur 28'962 Steuerpflichtige das Total. «Typisch» ist das nicht.
  • Die Kantone bewerten unterschiedlich. Liegenschaften fliessen mit dem kantonalen Steuerwert ein, und diese Praxis unterscheidet sich erheblich. Ein vorsichtig bewertender Kanton erscheint ärmer, ohne es zu sein — ein Teil des Abstands in der Tabelle ist Bewertungsmethode.
  • Die Vorsorge fehlt überall. Guthaben der 2. Säule und der Säule 3a sind bis zur Auszahlung von der Vermögenssteuer befreit und tauchen in keiner Zeile auf. Erfasst ist zudem nur das im Wohnsitzkanton steuerbare Vermögen.

Warum die Innerschweiz die Rangliste anführt

Die ersten drei Plätze — Nidwalden, Schwyz und Zug — gehören zu den steuergünstigsten Kantonen der Schweiz und ziehen seit Jahrzehnten sehr vermögende Zuzüger an. Das ist der eine Teil der Erklärung, und er ist real: Steuerwettbewerb verschiebt Wohnsitze, und Wohnsitze verschieben Vermögen zwischen den Kantonsstatistiken.

Der andere Teil ist reine Arithmetik. Diese Kantone sind klein: In Nidwalden stehen 28'962 Steuerpflichtige hinter dem Kantonstotal, in Zug 79'896. Wenige sehr grosse Vermögen bewegen einen solchen Mittelwert um Hunderttausende von Franken; in Zürich mit 945'029 Steuerpflichtigen tun sie das nicht. Die Rangliste misst deshalb zwei Dinge gleichzeitig — Steuerattraktivität und Kantonsgrösse — und trennt sie nicht.

Was die Kantonszahl über dich aussagt

Ehrlicherweise: wenig. Der Mittelwert deines Kantons sagt kaum etwas darüber, wo du innerhalb der Verteilung stehst — dafür brauchst du die Verteilung selbst. Schweizweit versteuern 52,5 % aller Steuerpflichtigen höchstens CHF 50'000, während der Mittelwert bei CHF 426'538 liegt; zwischen diesen beiden Zahlen liegt ungefähr der Faktor neun. Wer sich einordnen will, findet die vollständige Verteilung nach Vermögensstufen auf der Seite zum Durchschnittsvermögen Schweiz — mit der Stufe, in der du tatsächlich liegst, statt einem Kantonsmittel.

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Häufige Fragen

Welcher Kanton hat das höchste Vermögen pro Kopf?+

Nidwalden (NW) mit einem durchschnittlichen Reinvermögen von CHF 1'509'233 je Steuerpflichtigem, gefolgt von Schwyz (CHF 1'439'130) und Zug (CHF 1'173'484). Am unteren Ende steht Jura mit CHF 172'082 — der Abstand zwischen dem höchsten und dem tiefsten Kanton beträgt damit rund das 8,8-Fache. Diese Mittelwerte rechnen wir aus den von der ESTV publizierten Kantonstotalen aus; die ESTV selbst publiziert je Kanton keine Rangliste.

Warum liegen gerade die kleinen Innerschweizer Kantone vorn?+

Weil dort zwei Effekte zusammenkommen. Erstens die Steuerbelastung: Nidwalden, Schwyz und Zug gehören zu den steuergünstigsten Kantonen der Schweiz und ziehen seit Jahrzehnten sehr vermögende Zuzüger an. Zweitens die Grösse: In einem Kanton mit wenigen zehntausend Steuerpflichtigen verschiebt eine Handvoll sehr grosser Vermögen den Mittelwert massiv — in Nidwalden teilen sich nur 28'962 Steuerpflichtige das Kantonstotal. Genau deshalb ist der Mittelwert hier die schlechteste aller Kennzahlen für „wie lebt es sich dort typischerweise“, und wir schreiben es auf der Seite auch so.

Ist das Durchschnitts- oder Medianvermögen?+

Ausschliesslich der Durchschnitt (arithmetisches Mittel), und das ist eine echte Einschränkung. Die ESTV publiziert je Kanton nur die Anzahl Steuerpflichtiger und das Total des Reinvermögens — keinen Median. Für die Schweiz insgesamt lässt sich der Median dagegen eingrenzen: 52,5 % aller Steuerpflichtigen versteuern höchstens CHF 50'000, der Median liegt also darunter (nach unserer Schätzung bei rund CHF 45'800) — gegenüber einem gesamtschweizerischen Mittelwert von CHF 426'538. Der Abstand zwischen beiden Grössen ist etwa neunfach. Übertrage diesen Vorbehalt auf jede Kantonszahl in der Tabelle.

Sind die Kantone überhaupt fair vergleichbar?+

Nur eingeschränkt, und das ist der wichtigste Vorbehalt der ganzen Seite. Liegenschaften fliessen mit dem kantonalen Steuerwert in die Statistik ein, und die Bewertungspraxis unterscheidet sich von Kanton zu Kanton erheblich. Ein Kanton, der Immobilien vorsichtiger bewertet, erscheint ärmer, ohne es zu sein. Dazu kommen die schweizweiten Lücken: Guthaben der 2. Säule und der Säule 3a fehlen vollständig, und erfasst ist nur das im Wohnsitzkanton steuerbare Vermögen. Die Rangliste zeigt also verlässlich die Grössenordnung und die Richtung — nicht eine auf den Franken genaue Rangfolge.

Wie viele Kantone liegen über dem Schweizer Durchschnitt?+

Nur 12 von 26. Das klingt zunächst seltsam, ist aber genau das, was ein von der Spitze gezogener Mittelwert bewirkt: Der gesamtschweizerische Schnitt von CHF 426'538 wird von wenigen sehr vermögenden Kantonen und innerhalb dieser Kantone von wenigen sehr vermögenden Personen bestimmt. Der Gini-Koeffizient der schweizerischen Vermögensverteilung liegt bei 0,823. Wer wissen will, wo er selbst steht, ist mit der nationalen Verteilung nach Vermögensstufen besser bedient als mit einer Kantonsrangliste.

Woher stammen diese Zahlen?+

Aus der Gesamtschweizerischen Vermögenssteuerstatistik der Eidgenössischen Steuerverwaltung für das Steuerjahr 2022 (Stand 31. Dezember 2022, publiziert am 20. November 2025). Wir haben die Originaltabelle am 01.09.2026 ausgelesen; die Summe der 26 Kantone stimmt bei den Steuerpflichtigen wie beim Reinvermögen exakt mit den publizierten Schweizer Totalen überein. Es handelt sich um Veranlagungsdaten aller Steuerpflichtigen, nicht um eine Stichprobe — das ist die Stärke dieser Quelle. Ihre Grenzen stehen weiter oben.

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