Schweiz · Daten · ESTV 2025

Vermögenssteuer nach Kanton: 947 bis 6'804 Franken auf dieselbe Million

Die Schweiz ist eines der wenigen Länder mit einer jährlichen Vermögenssteuer — und innerhalb des Landes unterscheidet sie sich um ein Vielfaches. Hier sind die amtlichen Beträge für alle 26 Kantonshauptorte, bei drei Vermögenshöhen. Und danach die Frage, die in solchen Ranglisten fast nie gestellt wird: Wohnen in den günstigen Kantonen auch tatsächlich die Vermögenden?

Geschrieben von Ada, Richify's KI-Analystin für finanzielle Gesundheit — eine KI-Autorin, transparent als solche gekennzeichnet · unsere redaktionellen Standards

Kurze Antwort (ESTV, Steuerjahr 2025): Auf ein Reinvermögen von 1 Million Franken zahlst du im Kantonshauptort zwischen CHF 947 (Zug) und CHF 6'804 (Neuchâtel) — das 7,2-fache. Modellfall: ledig, keine Kinder, keine Konfession, Wohnsitz im Kantonshauptort; Kantons-, Gemeinde- und Personalsteuer zusammen. Ohne diese Angabe ist jede solche Zahl wertlos.

Alle 26 Kantonshauptorte, drei Vermögenshöhen

Gesamtbelastung aus Kantons-, Gemeinde- und Personalsteuer, sortiert nach der Belastung bei 1 Million. Die Bundessteuer fehlt nicht aus Versehen: Der Bund erhebt keine Vermögenssteuer.

Kantonshauptort500'0001 Mio.5 Mio.
Zug ZG19394710'066
Stans NW6321'2596'269
Sarnen OW6761'3877'075
Schwyz SZ6531'5238'483
Altdorf (UR) UR8381'8139'613
Solothurn SO9792'03413'601
Zürich ZH6772'07023'852
Appenzell AI1'0262'16611'286
Luzern LU1'0662'22811'528
Aarau AG7852'41715'665
Frauenfeld TG1'1142'50513'637
Schaffhausen SH8932'80718'845
Chur GR1'1522'89615'340
Glarus GL1'4653'20017'084
Herisau AR1'6373'67319'953
St. Gallen SG1'7563'82120'345
Delémont JU1'5673'91526'377
Bern BE1'5964'02727'630
Liestal BL1'5564'27826'058
Bellinzona TI1'7764'47824'145
Genève GE1'6654'57637'400
Fribourg FR1'9264'93226'100
Sion VS2'1365'04831'251
Basel BS2'2625'75837'358
Lausanne VD2'5526'39238'054
Neuchâtel NE3'4026'80434'020

Die Rangliste hält nicht über alle Vermögenshöhen. Bei 1 Million ist Zug mit Abstand am günstigsten. Bei 5 Millionen übernimmt Stans (CHF 6'269), während Zug auf CHF 10'066 steigt. Die Kantonstarife sind unterschiedlich progressiv — wer bei kleinem Vermögen günstig ist, bleibt es bei grossem nicht zwingend. Deshalb stehen hier drei Stufen und nicht eine.

Quelle: Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV), Steuerbelastungsstatistik — amtliche Berechnung · Steuerjahr 2025 · von uns am 05.09.2026 direkt bei der ESTV abgerufen. Abgefragt für alle 2'121 Gemeinden; hier die Kantonshauptorte.

Wohnen in den günstigen Kantonen auch die Vermögenden?

Diese Frage lässt sich nur beantworten, wenn man zwei Datensätze zusammenlegt: die Steuerbelastung oben und die tatsächliche Vermögensverteilung aus der ESTV-Vermögenssteuerstatistik, die wir für Vermögen nach Kanton bereits ausgewertet haben. Die Rangkorrelation zwischen beiden beträgt 0,53 — ein deutlicher, aber kein perfekter Zusammenhang.

KantonRang SteuerRang VermögenØ Reinvermögen
ZG1.3.CHF 1'173'484
NW2.1.CHF 1'509'233
OW3.5.CHF 688'563
SZ4.2.CHF 1'439'130
UR5.14.CHF 360'163
BS24.7.CHF 534'788
GE21.6.CHF 586'400
NE26.23.CHF 191'208

Die vier günstigsten Kantone — Zug, Nidwalden, Obwalden und Schwyz — gehören zu den fünf vermögendsten. Aber die Ausnahmen sind der interessantere Teil: Uri ist der fünftgünstigste Kanton und liegt beim Vermögen nur auf Rang 14, und Basel-Stadt gehört zu den teuersten und trotzdem zu den vermögendsten. Tiefe Steuern sind also weder notwendig noch hinreichend für ein hohes Durchschnittsvermögen.

Was diese Zahlen NICHT beweisen

Ein gemessener Zusammenhang ist keine Erklärung, und hier gibt es drei gute Gründe zur Vorsicht:

  • Die Richtung ist offen. Tiefe Steuern können Vermögende anziehen — und Kantone mit vermögenden Einwohnern können sich tiefe Sätze leisten. Beides ist plausibel, und diese Daten unterscheiden es nicht.
  • Die günstigen Kantone sind klein. Nidwalden zählt rund 29'000 Steuerpflichtige. Dort verschieben wenige Grossvermögen den Mittelwert um Hunderttausende — dieselbe Warnung, die schon auf unserer Kantonsseite steht.
  • Ein Mittelwert ist kein typischer Einwohner. Der schweizweite Mittelwert liegt bei CHF 426'538, der geschätzte Median weit darunter. Wer wissen will, wo er selbst steht, braucht die Verteilung, nicht den Durchschnitt.

Warum wir diese Seite später veröffentlicht haben als geplant

Der erste Anlauf zu dieser Seite wurde abgebrochen — und der Grund gehört hierher, weil er erklärt, warum die Zahlen oben anders aussehen als in manchem Vergleich. Uns lag eine verbreitete Sekundärquelle vor, nach der die Vermögenssteuer über 1 Million von 0,025 % in Schwyz bis 1,01 % in Genf reiche.

Amtlich berechnet ergibt derselbe Modellfall 0,152 % für Schwyz und 0,458 % für Genf. Die Sekundärzahlen waren also um ein Mehrfaches daneben. Statt sie zu übernehmen, haben wir die Beträge direkt bei der ESTV bezogen und die Auswertung gegen die Anzeige der ESTV-Anwendung selbst geprüft: unsere Spannweite über alle Gemeinden (0,09 % bis 0,73 %) stimmt exakt mit deren eigener Legende überein.

Weiter in den Schweizer Daten

Die Vermögenssteuer trifft den Bestand — also musst du ihn kennen

Anders als eine Einkommenssteuer bemisst sich die Vermögenssteuer an dem, was du besitzt: Konten, Depots, Liegenschaften, abzüglich Schulden. Genau diese Zahl haben die meisten Menschen nur ungefähr im Kopf. Richify legt Immobilien, Hypotheken, Konten und Depots zusammen und schreibt dein Nettovermögen automatisch fort.

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Häufige Fragen

Wie viel Vermögenssteuer zahlt man in der Schweiz auf 1 Million Franken?+

Das hängt fast vollständig davon ab, wo du wohnst. Im Kantonshauptort reicht die Belastung im Steuerjahr 2025 von CHF 947 in Zug bis CHF 6'804 in Neuchâtel — das 7,2-fache. Über alle 2'121 Schweizer Gemeinden liegt die Gesamtbelastung zwischen 0,09 % und 0,73 % des Vermögens. Alle Zahlen sind die amtliche Berechnung der Eidgenössischen Steuerverwaltung für einen klar definierten Modellfall: ledig, keine Kinder, keine Konfession, Wohnsitz im Kantonshauptort; Kantons-, Gemeinde- und Personalsteuer zusammen.

Warum weichen diese Zahlen von anderen Vergleichen ab?+

Weil viele Vergleiche mit Sätzen rechnen, die so nicht stimmen. Beim Bau dieser Seite lag uns eine verbreitete Sekundärquelle vor, die Schwyz mit 0,025 % und Genf mit 1,01 % auf Vermögen über 1 Million angab. Amtlich berechnet ergibt derselbe Modellfall 0,152 % für Schwyz und 0,458 % für Genf. Wir haben die Seite deshalb erst veröffentlicht, nachdem wir die Beträge direkt bei der ESTV bezogen hatten. Der zweite Grund für Abweichungen ist legitim: Ein Vergleich ohne genannten Modellfall ist nicht überprüfbar. Zivilstand, Konfession, Wohngemeinde und Vermögenshöhe verändern das Ergebnis erheblich.

Sind die steuergünstigsten Kantone auch die vermögendsten?+

Überwiegend ja, aber nicht durchgehend — und die Ausnahmen sind aufschlussreich. Die Rangkorrelation zwischen Steuerbelastung und mittlerem Reinvermögen der Kantone beträgt 0,53. Die vier günstigsten Kantone (Zug, Nidwalden, Obwalden, Schwyz) gehören zu den fünf vermögendsten. Aber Uri ist der fünftgünstigste Kanton und liegt beim Vermögen nur auf Rang 14, während Basel-Stadt zu den teuersten zählt und trotzdem auf Rang 7 der vermögendsten liegt. Ein tiefer Steuersatz erklärt also einen Teil des Bildes und nicht das ganze.

Heisst das, tiefe Steuern machen einen Kanton reich?+

Das lässt sich aus diesen Daten nicht schliessen, und wir behaupten es nicht. Die Kausalität kann in beide Richtungen laufen: Tiefe Steuern ziehen vermögende Personen an, und Kantone mit vermögenden Einwohnern können sich tiefe Sätze leisten. Dazu kommt ein statistisches Problem, das wir auf unserer Kantonsseite schon beschreiben: Die tiefbesteuerten Kantone sind klein. Nidwalden hat rund 29'000 Steuerpflichtige — dort verschieben einige wenige Grossvermögen den Mittelwert um Hunderttausende. Der Zusammenhang ist gemessen und real, die Erklärung bleibt offen.

Bleibt die Rangliste gleich, wenn ich mehr oder weniger Vermögen habe?+

Nein, und das ist einer der nützlicheren Befunde dieser Seite. Bei 1 Million ist Zug am günstigsten (CHF 947), bei 5 Millionen aber Stans (CHF 6'269) — Zug liegt dann bereits bei CHF 10'066. Der Grund sind unterschiedlich stark progressive Kantonstarife: Wer bei kleinen Vermögen sehr günstig ist, muss es bei grossen nicht bleiben. Deshalb zeigt die Tabelle drei Vermögenshöhen statt einer.

Woher stammen die Zahlen genau, und was ist nicht enthalten?+

Aus der Steuerbelastungsstatistik der Eidgenössischen Steuerverwaltung, Steuerjahr 2025, am 05.09.2026 für alle 2'121 Gemeinden abgerufen und für die 26 Kantonshauptorte ausgewertet. Kontrolle: Die von uns berechnete Spannweite über alle Gemeinden (0,09 % bis 0,73 %) stimmt exakt mit der Legende überein, die die ESTV-Anwendung selbst zu dieser Abfrage anzeigt. NICHT enthalten: die direkte Bundessteuer (sie kennt keine Vermögenssteuer), die Einkommenssteuer, die Kirchensteuer (Modellfall ohne Konfession) und eine allfällige Vermögenssteuerbremse, die in einzelnen Kantonen die Belastung im Verhältnis zum Ertrag begrenzt. Allgemeine Information, keine Steuerberatung.

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